Beruflich bringe ich Ordnung in unübersichtliche Lagen. Solopreneurin, Serial Builder, Digital Business Agentur sinnhaft.
Dann kam das erste Kind und hat aus mir einen planlosen Rookie gemacht.
Ich erinnere mich noch sehr gut daran. Ich hatte ein Wochenbett, wie man es sich nur wünschen kann, rundum umsorgt. Und wurde von dort in das neue Leben entlassen. Auf dieses Leben hat mich nichts vorbereitet. Nichts.
Nach acht Wochen hörten die Hebammenbesuche auf. Von jetzt auf gleich, weil ja: Postpartum is over. Und ich war komplett lost.
Was danach fehlt
Ich habe das schlecht verarbeitet. Ich hatte die Vorstellung, dass es einen Punkt gibt, an dem man fertig ist. Repariert. Und als ich das nicht war, dachte ich, es läge an mir.
Überfordert war ich. Aber ich hatte auch Glück: Halt gefunden habe ich trotzdem, in der Rückbildung, weit über die acht Wochen hinaus. Ein Ort, an dem jemand hinschaut, und andere Frauen, denen es ähnlich geht.
Dieses Glück haben nicht alle. Nicht jede hat die Möglichkeit, und nicht jede kennt einen guten Ort. Beim ersten Kind weisst du nicht, was normal ist. Du weisst nicht, was du fragen müsstest, um eine brauchbare Antwort zu kriegen. Du weisst nicht mal, dass es eine Frage gibt. Also fragst du nicht.
Genau dort wird es einsam. Nicht laut einsam. Still. Ein Körper, der sich fremd anfühlt, niemand mehr zuständig, und keine Sprache für das, was fehlt.
Deshalb: Angebote, die Frauen über die acht Wochen hinaus begleiten, kann es nie genug geben.
Rektusdiastase, das Wort, das keiner erklärt
Eines der Dinge, von denen ich vorher nichts wusste. Die geraden Bauchmuskeln stehen nach der Schwangerschaft weiter auseinander als vorher. Das ist eine Beschreibung, keine Diagnose. Was es im einzelnen Fall bedeutet, gehört zu einer Fachperson und nicht in einen Blogbeitrag.
Was ich sagen kann: Das Wort taucht irgendwann in einem Nebensatz auf, du googelst, landest zwischen Vorher-Nachher-Bildern und Werbeversprechen und weisst hinterher weniger als vorher. Es fehlt nicht an Information. Es fehlt an Orientierung.

Warum ich mich über somemoms freue
somemoms ist gerade gelauncht, eine Schweizer Plattform rund um Rektusdiastase und Gesundheit nach der Geburt, gegründet von Natascha Müller-Kuhn. Sie behandeln nicht selbst, sie vermitteln: kuratierte Programme, ausgewählte Fachleute, ein kostenloses Orientierungsgespräch.
Das ist exakt die Stelle, an der ich damals stand. Nicht “welche Übung”, sondern “an wen wende ich mich überhaupt”.

Die von Betroffenen sind mir dabei die liebsten. Nicht weil Betroffene automatisch recht haben, sondern weil sie die Frage vor der Frage kennen. Man muss ihnen nicht erklären, warum man sich nicht früher gemeldet hat.
Und Natascha hat es rechtzeitig geschafft. Rechtzeitig, bevor sie selbst wieder in die Zeit nach der Geburt kommt. Ich weiss, was die Monate vor so einem Launch bedeuten. Mit einem Kalender, der bald jemand anderem gehört, ist das eine Ansage.

somemoms setzt dort an, wo es zum ersten Mal wieder um dich geht. Um deinen Körper, nicht um den Rhythmus des Babys. Beides passiert gleichzeitig, Aufmerksamkeit kriegt meist nur das Baby.
Ergo: Wenn dir etwas fehlt, sag es jemandem, der etwas davon versteht. Deiner Hebamme, einer Rückbildungs-Physiotherapeutin, deiner Ärztin.
Und eine Rechtfertigung dafür, dass du nach Monaten noch fragst, brauchst du nicht. Es gibt keine Frist.
somemoms.ch: guten Start mit dem Produkt. Und Natascha eine gute Geburt.
Keine Werbung, keine Kooperation. Zwischen somemoms und Nourli gibt es keine Abmachung und kein Geld. Was hier steht, ist meine eigene Erfahrung - und meine Mission: die Builder-Mentalität bei Frauen stärken. Ich freue mich jedes Mal, wenn Mütter Businesses aufbauen. Hast du auch eines, von dem ich noch nichts weiss?